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Gemeinsam für Münster präsentiert aktuelle Jahresbilanz 2016

Münsteraner Hilfsorganisationen erfahren vielfältige ehrenamtliche Unterstützung

Über 55.000 Stunden haben die Helferinnen und Helfer der vier Münsteraner Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) ehrenamtlich geleistet. Dabei haben die Ehrenamtlichen hauptsächlich im Katastrophenschutz, Sanitäts- und Rettungsdienst sowie in den dazugehörigen Aus- und Fortbildungen gearbeitet. Das ist das Ergebnis der sechsten Jahresbilanz der Hilfsorganisationen 2016, die sie gemeinsam am 5. April 2017 Oberbürgermeister Markus Lewe in der Rüstkammer des Stadtweinhauses in Münster vorstellen.

Bilanz der Hilfsorganisationen„Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns“, sagt Kai Flottmann, Geschäftsführer des Malteser Stadtverbandes Münster und der diesjährige Bündnissprecher von „Gemeinsam für Münster“. „Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer zahlreichen Ehrenamtlichen hätten wir die Aufgaben nicht so erfolgreich bewältigen können.“ So haben sich 2016 knapp 960 Helfer freiwillig in einer der vier Hilfsorganisationen engagiert und Hand in Hand mit den hauptamtlichen Kräften (768 Mitarbeiter) zum Wohl aller Münsteraner gearbeitet. Von den geleisteten Arbeitsstunden entfielen 57 Prozent auf den Sanitätsdienst, 27 Prozent auf den Bereich der Aus- und Fortbildung, elf Prozent auf den Rettungsdienst und fünf Prozent auf den Katastrophenschutz.

So hilft das Bündnis
Zu den Aufgaben der Helfer zählten unter anderem die Betreuung evakuierter Bürger, die ihre Häuser aufgrund von Bombenentschärfungen oder Bränden verlassen mussten. Im Rahmen dieser Einsätze versorgten die Helfer die Betroffenen mit Mahlzeiten und warmen Decken, organisierten Hotelunterkünfte oder kümmerten sich um Rücktransporte von Senioren zu Altenpflegeeinrichtungen: „Beim Katastrophenschutz geht es darum, die Menschen vor unmittelbaren Gefahren zu schützen. Unsere gut ausgebildeten ehrenamtlichen Helfer sind rund um die Uhr einsatzbereit und können im Bedarfsfall alarmiert werden“, erklärt Flottmann.
Im Rahmen ihres Sanitätsdienstes betreuten die Hilfsorganisationen im vergangenen Jahr
außerdem zwölf Schulen in Münster und bildeten dort knapp 200 Schüler in Erster Hilfe aus. Die sogenannten Schulsanitäter unterstützen so die Erste-Hilfe-Versorgung ihrer Schulen und können im Ernstfall ihren Kameraden bei kleineren Verletzungen helfen. Darüber hinaus haben sich die Hilfsorganisationen weiter in der Flüchtlingshilfe engagiert und die Menschen in der ehemaligen Wartburgschule, in der Oxford- und York-Kaserne medizinisch und menschlich betreut. Bis jetzt konnte das Bündnis so über 8.500 Geflüchtete versorgen. Auch in 2017 werden ASB, DRK, JUH und MHD weiter in der Flüchtlingshilfe aktiv sein: „Dabei müssen wir neue Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit der Stadt meistern“, sagt Flottmann. „Wir betreuen jetzt mehrere kommunale Einrichtungen, in denen wir Menschen bei der Integration in Münster helfen.“

Übergabe der Bilanz in der Rüstkammer des Rathauses

Über den Bericht
Wer noch mehr über die Arbeit des Bündnisses „Gemeinsam für Münster“ erfahren will, sollte die Jahresbilanz 2016 lesen. In dem aktuellen Bericht kommt auch der langjährige Leiter der Feuerwehr Münster, Benno Fritzen, zu Wort und gibt Anregungen für die die künftige Gestaltung der ehrenamtlichen Arbeit im Katastrophenschutz. Für Bürger, die sich selber in einer der Hilfsorganisationen engagieren wollen, ist das Interview mit David Hebben hilfreich. Sein Beispiel zeigt, wie man Beruf, Privatleben und ehrenamtliches Engagement miteinander vereinen kann.

Jahresbilanz der Hilfsorganisationen 2016

Hilfsorganisationen betreuen Flüchtlinge in kommunaler Notunterkunft in Hiltrup

Seit Ende November 2015 betreuen die Münsteraner Hilfsorganisationen neben den Notunterkünften des Landes NRW in der ehemaligen York-Kaserne und der ehemaligen Wartburgschule auch die neue kommunale Notunterkunft in den Nebenräumen der Stadthalle Hiltrup. Acht Unterrichtsräume im Obergeschoss der Stadthalle sind in den letzten Tagen für 80 Flüchtlinge hergerichtet worden. Svenja Haidar, Sozialarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes, und Christian Simroth, Betreuungskraft des Malteser Hilfsdienstes, kümmern sich nun um die Belange der dort untergebrachten Familien aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und anderen Ländern. Die Bewohner können dort nicht – wie sonst in städtischen Unterkünften üblich – selber kochen. Sie werden von einem Caterer verpflegt. In den nächsten Tagen und Wochen werden auch ehrenamtliche Angebote, zum Beispiel zur Sprachförderung, dort starten. DRK und Malteser laden zu einem Infotermin für alle Interessierten am 7. Dezember um 18 Uhr in die Stadthalle Hiltrup ein.

Tag des Flüchtlings: Münsteraner Hilfsorganisationen legen Dokumentation zur Notunterkunft Wartburgschule vor

Doku WartburgBereits seit dem 21. Februar 2015 unterstützt die Stadt Münster das Land NRW bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen mit einer Notunterkunft in der ehemaligen Wartburg-Hauptschule. Die vier Hilfsorganisationen ASB, DRK, Johanniter und Malteser stehen dabei der Stadt und den Menschen in der Notunterkunft partnerschaftlich und unterstützend zur Seite. Sie betreuen im Auftrag des Landes die Menschen, sorgen für Essen, Sicherheit und für die gesundheitliche Versorgung. „Wir tun alles, um den Flüchtlingen den Aufenthalt unter zum Teil sehr beengten Verhältnissen mit wenig Privatsphäre möglichst angenehm zu gestalten“, so DRK-Kreisgeschäftsführerin Gudrun Sturm. Daher gibt es zum Beispiel schon seit Anfang an eine Kinderbetreuung mit Fachpersonal und seit einigen Monaten auch einen Spielplatz auf dem ehemaligen Schulhof.

„Gemeinsam für Münster“ sind die Hilfsorganisationen angetreten und präsentieren nun pünktlich zum Tag des Flüchtlings eine Dokumentation ihrer Arbeit in der Flüchtlingshilfe.

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10 Jahre „Wache 8“ gemeinsam für Münster: Bündnis der Hilfsorganisationen ergänzt Notfallrettung in Münster

Marathon - auch für die vier HilfsorganisationenDie „Wache 8“ in Münster kann Ende September ein kleines Jubiläum feiern: am 30. September 2005 begann beim DRK an der Zumsandestraße die erste Schicht. Seitdem ist ehrenamtliches Rettungsfachpersonal vom Arbeiter-Samariter-Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst in die Notfallrettung unter der Leitung der Berufsfeuerwehr Münster eingebunden.  Damit sammeln die Ehrenamtlichen wichtige Praxiserfahrungen für ihre eigentlichen Aufgaben im Bevölkerungsschutz. Mittlerweile hat sich dieses Münsteraner Modell etabliert. Es ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem wichtigen Einsatzfeld der Hilfsorganisationen geworden, aber auch zu einer wertvollen Ergänzung der präklinischen Notfallversorgung in Münster. 812 Einsätze gab es 2014. 450 Einsätze bereits in diesem Jahr. Zum Start der Wache 8 waren es lediglich 146 Einsätze.

Immer freitags, samstags und sonntags wird am Rande der Münsteraner Innenstadt in drei Schichten ein zusätzlicher Rettungstransportwagen mit qualifizierten Ehrenamtlichen in Dienst genommen, um das Gebiet zwischen den Feuerwachen 1 und 2 abzudecken. Dies umfasst in etwa einen Quadratkilometer rund um das Mauritz-Viertel, kann jedoch im Bedarfsfall auch weit darüber hinaus liegen. In den auf den ersten Blick kleinen Wachbereich fällt auch das Umfeld des Hauptbahnhofes. Jedes Wochenende hat im Wechsel eine der vier Organisationen Dienst. Das DRK stellt dafür das Gebäude seines Kreisverbandes und die notwendige räumliche Infrastruktur zur Verfügung.

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