„Die Arbeit bei den Johannitern hat viel mit geben und nehmen zu tun.“

Rüdiger KörmannRüdiger Körmann

28 Jahre,
Groß-/Außenhandelskaufmann,
Ortsbeauftragter /
Rettungssanitäter / Verbandführer.
Seit 2007 bei der JUH.

„Was mich motiviert, ist ganz besonders das große Engagement unserer Ehrenamtlichen“, beschreibt Rüdiger Körmann die Beweggründe für seine eigene ehrenamtliche Tätigkeit bei der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Der 27-Jährige Münsteraner ist seit knapp einem Jahr Ortsbeauftragter des JUH-Ortsverbandes. Damit trägt er die Verantwortung für alle ehrenamtlichen Johanniter – sowohl in den Einsatzdiensten, als auch im sozialen Ehrenamt. So nimmt er beispielsweise neue Mitglieder auf, verwaltet die Mitgliederdaten und entwirft Ausbildungspläne gemeinsam mit dem Ausbildungsbeauftragten. Aber auch repräsentative Aufgaben sind für den Rettungssanitäter keine Seltenheit, so nimmt er an Treffen mit Politik und Verwaltung teil und vertritt die Johanniter gegenüber den anderen Hilfsorganisationen.

Bereits seit 2007 ist Körmann, der in Kürze seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei einem Betrieb in Warendorf abschließt, bei den Johannitern. Ein Freund hatte ihn damals gefragt, ob er sich ein Engagement dort vorstellen könne, und ihn dann zu einem Treffen mitgenommen. Begeistert von der guten Sache und der starken Gemeinschaft, wirkte er zunächst im Bereich der Blut- und Organstransporte mit, bevor er von 2008 bis 2012 ehrenamtlicher „Leiter Sanitätsdienste“ wurde. In dieser Zeit koordinierte er die Sanitätsdienste, baute den Kontakt zu Auftraggebern aus, teilte Helfer für Dienste ein und erstellte im Anschluss die Abrechnungen. „Die Arbeit bei den Johannitern hat viel mit geben und nehmen zu tun.“

Sein kaufmännisches Talent konnte er schon hier unter Beweis stellen, doch gerade in seiner jetzigen ehrenamtlichen Leitungsfunktion ist wirtschaftliches Denken und Handeln gefragt. Hilfsorganisationen wie die JUH erfüllen einen gemeinnützigen Auftrag und arbeiten zu einem großen Teil ehrenamtlich, müssen aber gleichzeitig auf die Finanzierbarkeit ihrer Arbeit achten. „Vor kurzem sagte mir unser Wache- 8-Koordinator, dass für den Rettungsdienst ein neues Beatmungsgerät beschafft werden soll. Dann ist es meine Aufgabe, diesen Bedarf zu prüfen und ein Gerät zum Kauf vorzuschlagen, das unser Vorstand wirtschaftlich mittragen kann.“ Ähnlich ist es, wenn neue Bekleidung benötigt wird oder neue Fahrzeuge wie Rettungswagen oder Einsatzleitwagen. „Natürlich wollen wir unseren Helfern die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihr Engagement bieten, aber es muss auch finanzierbar sein.“

Auf etwa 800 Stunden pro Jahr schätzt Körmann sein Ehrenamt – neben seiner Funktion als Ortsbeauftragter ist er regelmäßig auch als Rettungssanitäter im Einsatz. Einen weiteren Bereitschaftsdienst übernimmt er in der Gruppe der „Leiter Hilfsorganisationen“ und kann im Bedarfsfall von der Feuerwehr alarmiert werden, um die Einsatzkräfte aller beteiligten Hilfsorganisationen zu koordinieren. „Ich hatte das Glück, dass ich langsam in diese Aufgaben hineinwachsen konnte. Ich habe damals mit einem Erste Hilfe-Kurs angefangen und wurde durch die Johanniter immer weiter gefördert und ausgebildet. Das hat viel mit gegenseitigem Geben und Nehmen zu tun.“, schildert Körmann.

Es begeistert ihn, immer wieder neue Menschen kennenzulernen und sich mit ihnen zusammen für die gute Sache einzusetzen: „Jedes Mal, wenn ein Helfer neu zu uns kommt und in seiner Freizeit etwas Sinnvolles tun will, motiviert mich das ungemein.“ Körmann weiß, dass viele große Veranstaltungen in Münster ohne die Helfer in den Hilfsorganisationen nicht funktionieren würden: „Es ist für uns ein gutes Gefühl zu wissen, dass unser Ehrenamt gebraucht wird und für das Zusammenleben in der Stadt Münster wichtig ist. Gleichzeitig verstehe ich es als Ansporn, immer wieder neue Freiwillige zu gewinnen, sie gut auszubilden und zu motivieren. All das lässt sich nur mit einem großen Team bewältigen. Für dieses Team und den Rückhalt, den ich bei meiner Arbeit bekomme, möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken!“.


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